Magdeburg/Wiesbaden (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind Ende vergangenen Jahres gerade einmal 43 Sexarbeiterinnen offiziell registriert gewesen. In den Nachbarländern Thüringen (384) und Sachsen (800) sowie Brandenburg (111) waren es deutlich mehr, wie aus einer Statistik des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Bundesweit lag die Zahl der registrierten Prostituierten bei knapp 40 400. 19 Prozent von ihnen hatten den Angaben zufolge eine deutsche Staatsangehörigkeit.

Für Prostituierte besteht seit dem 1. Juli 2017 eine Anmeldepflicht, für entsprechende Gewerbe eine Erlaubnispflicht. Grundlage ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). "Nicht angemeldete Gewerbe und Prostituierte werden in der Statistik nicht erfasst", erklärten die Statistiker. Nach den Corona-Verordnungen dürfen die Frauen ihre Dienste derzeit nicht anbieten.

Statistisches Bundesamt zu Prostituierten nach Bundesländern zum 31.12.2019