Magdeburg (dpa/sa) - Aktivisten sind in die Landesgeschäftsstelle der SPD in Magdeburg eingedrungen, um für den Rückzug der türkischen Armee aus der umkämpften syrischen Stadt Afrin zu demonstrieren. "Es ist leider nicht ganz friedlich geblieben. Sie haben sich rabiat Zutritt verschafft, es ist zu einem Handgemenge gekommen", sagte SPD-Sprecher Martin Krems-Möbbeck am Dienstag nach der Aktion. Die Polizei sei gerufen worden. Nach wenigen Minuten seien die Aktivisten abgezogen.

Die Polizei nahm einem Sprecher zufolge die Personalien von zwölf Aktivisten auf. Es seien Ermittlungsverfahren wegen schweren Hausfriedensbruchs sowie des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet worden. Ein Mann, gegen den ein offener Haftbefehl wegen einer Ersatzfreiheitsstrafe bestand, wurde festgenommen.

Die türkische Armee war am 20. Januar mit verbündeten Rebellen in einem Militäreinsatz gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien einmarschiert. Seit Ende März kontrolliert die Türkei die gesamte Region Afrin.

Die SPD-Zentrale ist in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Besetzungen gewesen. Dabei ging es friedlich zu. Zu den Themen gehörte etwa die Flüchtlingspolitik.