Magdeburg (dpa/sa) - Keine Grillpartys, kein Picknick, kein Mannschaftssport: Viele Corona-Regeln sind mittlerweile im Bewusstsein der allermeisten Menschen angekommen. Mit der nahenden Osterzeit stellt sich für viele jedoch die Frage, wie es mit Besuchen bei Familie und Freunden aussieht. Was erlaubt ist und was nicht:

OSTERHASE UND FAMILIENBESUCHE:

Eine gute Nachricht: Der Osterhase darf kommen. Das hat das Sozialministerium extra in einem humoristischen Tweet mitgeteilt. Denn der Osterhase arbeitet alleine, hat keinen Kontakt mit anderen und achtet "äußerst scheu" auf einen Mindestabstand. Aber Familienangehörige sowie die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner dürfen ebenfalls kommen, auch wenn sie aus anderen Bundesländern einreisen. Das Sozialministerium weist aber darauf hin, dass es in anderen Bundesländern unter Umständen andere Regeln für "Ausreisen" gibt.

SPAZIERGÄNGE UND AUSFLÜGE:

Prinzipiell ist das zu zweit und im Kreis der Familie beziehungsweise den Mitbewohnern möglich. Natürlich soll der Mindestabstand zu anderen Spaziergängerinnen und Spaziergängern gewahrt bleiben. Der Spaziergang sollte aber im Wohnumfeld stattfinden. Denn das Verbot von touristischen Reisen gilt auch für Freizeitreisen mit der Familie. Das gilt auch für Motorradfahrer, die einen Ausflug machen wollen.

Eine kleine Ausnahme gibt es jedoch. "Die 3. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung differenziert zwischen Personen, die in Sachsen-Anhalt leben und Personen, die nicht in Sachsen-Anhalt leben", teilt das Sozialministerium mit. Wenn die Familie also aus einem anderen Bundesland einreist, könnte es bei Ausflügen zu Problemen kommen. Einreisen aus touristischen Gründen sind mit Bußgeldern belegt. Die Polizei will das etwa im Harz verstärkt kontrollieren. Der Fokus liegt auf Ausflüglern aus Niedersachsen.

EIERSUCHE IM PARK:

Eine Ostereiersuche im Park ist zwar nicht explizit verboten, aber es wird davon abgeraten. Im Eifer des Geschehens könne es passieren, dass Abstandsgebote nicht eingehalten werden. Wer im Park ist, sollte auch darauf achten, dass die eigenen Kinder nicht mit anderen Kindern spielen. Fußball und andere Aktivitäten sind nur in der Familie oder mit einer einzigen anderen Person, die nicht im Haushalt lebt, erlaubt.

REGIONALE BESONDERHEITEN:

Die Wohnung oder das eigene Grundstück darf nur aus einem "triftigen Grund" verlassen werden. Was das genau ist, wird in den Kommunen teils unterschiedlich ausgelegt. Halle legt das beispielsweise besonders streng aus: Alleine oder zu zweit ein Buch auf einer Parkbank zu lesen oder auf einer Decke zu liegen, ist dort kein triftiger Grund, das Haus zu verlassen. In Magdeburg hingegen muss dafür niemand eine Strafe befürchten, wie die Stadt bestätigte. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an Ostern auf Spaziergänge im Wohnumfeld beschränken. Die sind im engen Familienkreis sowie zu zweit erlaubt.

REISERÜCKKEHRER:

Wer aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt einreist, muss sich künftig unverzüglich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Regelung gilt laut Staatskanzlei ab Karfreitag, 0.00 Uhr. "Verstöße gegen die Verordnung können mit einem Bußgeld bis zu 25 000 Euro geahndet werden", heißt es. Sie gilt vorerst bis einschließlich 19. April und betrifft auch Menschen, die nach ihrem Auslandsbesuch erst in ein anderes Bundesland eingereist sind.

Ausnahmen gibt es lediglich für Menschen, die in bestimmten Bereichen arbeiten und sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben. Dazu zählen unter anderem das Gesundheitswesen, die Polizei oder die Verwaltung. Zudem sind etwa Erntehelfer ausgeschlossen, wenn bei deren Unterkünften sowie am Arbeitsplatz bestimmte Hygieneregeln eingehalten werden.

Weitere Details des Sozialministeriums