Halle (dpa) - Hilflos und ideenlos: Der Hallesche FC präsentierte sich bei der 0:2 (0:1)-Heimniederlage im Ostduell gegen den FSV Zwickau wie ein Absteiger. Von der Anfangseuphorie nach dem 2:0-Erfolg beim Erzrivalen 1. FC Magdeburg ist nichts mehr übrig geblieben. Aus den folgenden drei Partien holten die Hallenser nicht einen Punkt, schossen kein einziges Tor und müssen ihren Blick in der Tabelle angstvoll nach unten richten. Bei einer weiteren Niederlage am Samstag beim MSV Duisburg droht der Fall in die Abstiegszone.

"Wir hatten nicht die nötige Ruhe bei eigenem Ballbesitz. Das 0:2 hat uns dann den Stecker gezogen. Wir haben zu sehr in die Breite gespielt und viel zu selten den Abschluss gesucht", meinte Halles Trainer Florian Schnorrenberg nach der Partie. Nicht einen einzigen Torschuss musste Zwickaus Keeper Johannes Brinkies in den 90 Minuten abwehren. Seit nun schon 317 Minuten haben die Hallenser nicht ins Schwarze getroffen.

Die mangelnde Gefährlichkeit in der Offensive und die Anfälligkeit in der Defensive hat mehrere Gründe. "Es ist schon bitter, wenn uns mit einem Schlag drei Defensivspieler ausfallen", sagte der hallesche Trainer, der den Knackpunkt offiziell jedoch nicht ansprach - die Transferpolitik des Managements in der kurzen Sommerpause.

Leistungsträger wie Sebastian Mai, Pascal Sohm (beide Dynamo Dresden) und Bentley Baxter Bahn (FC Hansa Rostock) konnten nicht gleichwertig ersetzt werden. Es wurden auch wegen der finanziellen Zwänge nur ablösefreie Kicker in die Saalestadt geholt. Ein Leitwolf wie Mai war jedoch nicht dabei. Der jetzige Kapitän Jonas Nietfeld hatte in der ersten Halbserie der vergangenen Saison unter dem damaligen Coach Torsten Ziegner keinen Stammplatz in der Startelf.

"Wir haben erst vier Spieltage absolviert. Ich bin mit meinem Latein noch längst nicht am Ende. In dieser sehr ausgeglichenen Liga ist man mit zwei Siegen ganz schnell wieder oben", sagte Schnorrenberg. Dazu müssen sich seine Schützlinge in der Offensive jedoch erheblich steigern, um zumindest wieder einmal ein Tor zu schießen. Und nicht nur das. Torhüter Kai Eisele ärgert derzeit "gefühlt alles", wie er bei "MagentaSport" sagte. "Es geht nicht nur ums Defensive, es geht um alles. Nach vorne wie auch nach hinten - da haben wir uns schwergetan."

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