Halle (dpa/sa) - Auch Fische leiden unter der Affenhitze. Wie ein Sprecher des Landesanglerverbandes am Mittwoch in Halle sagte, sind in Sachsen-Anhalt vor allem kleine und flache Gewässer durch die hohen Temperaturen teils extrem warm. "Wir brauchen dringend Regen", sagte er. Um die Not zu lindern, seien Mitglieder von Anglervereinen dabei, Fische zum Beispiel aus dem Dorfteich in andere für die Arten geeignete Gewässer umzusetzen. Den Fischen fehle es ansonsten an Sauerstoff.

Die Hitze bekommen den Angaben nach vor allem Fischarten, die im kühlen Wasser leben, zu spüren. Dazu gehörten Forellen aus Bergregionen mit Bächen. Hingegen fühlten sich Karpfen im warmen Wasser eher wohl. Fische in größeren Flüssen wie der Elbe und Saale seien derzeit nicht so sehr von den Auswirkungen der Hitze bedroht. "So lange die Flüsse genug Wasser haben, ist es nicht so das Problem, weil auch die Strömungsgeschwindigkeit für Sauerstoff sorgt", erklärte der Sprecher. Dem Landesanglerverband gehören nach eigenen Angaben mehr als 100 Vereine mit rund 43 000 Mitgliedern an.

Der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt