Aschersleben (dpa) - Bei der Berichterstattung von Demonstrationen sorgen sich Journalisten zunehmend um ihre Sicherheit, leiden unter Bedrohungen aus dem rechten Lager und sehen sich mitunter körperlichen Angriffen ausgesetzt. Bei einer Tagung zum Thema Pressefreiheit will die Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt heute in Aschersleben die Zusammenarbeit zwischen Medien und Polizei in solchen Situationen beleuchten. Journalisten berichten dabei von ihren Erfahrungen aus der Praxis und kommen mit Polizeivertretern, Wissenschaftlern und anderen Experten ins Gespräch.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Zeitungsverleger einen besseren Schutz von Journalisten gegen Attacken bei öffentlichen Veranstaltungen angemahnt und dabei die Polizei in die Pflicht genommen. Anlass waren unter anderem Angriffe auf Reporter bei einer Demonstration in Chemnitz, bei denen Journalisten geschlagen, getreten, bespuckt und gestoßen wurden.