Brocken (dpa/lni) - Marc Kinkeldey hat seit Tagen einen der wohl kältesten Arbeitsplätze Deutschlands. Der 38-Jährige arbeitet in der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz. Das Thermometer auf dem Dach der Wetterstation zeigte am Donnerstag minus 19 Grad an. "Gefühlt sind es hier sogar etwa minus 55 Grad", sagte Kinkeldey. Denn über den exponiert gelegenen höchsten Berg Norddeutschlands, dessen Klima dem eines 2200 Meter hohen Alpen-Berges entspricht, brausten am Donnerstag bis zu 110 Stundenkilometer schnelle Sturmböen.

Dank Kinkeldey und seinen sechs Kollegen ist die Wetterstation an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Alle halbe Stunde muss der Wachhabende auf das Dach steigen, um in rund 1160 Metern Höhe die Messinstrumente abzulesen. 

DWD-Wetterwarte Brocken