Naumburg (dpa/sa) - 751 Verurteilte haben im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit genutzt, anstelle einer kurzen Haftstrafe gemeinnützige Arbeit zu leisten. Das waren laut der Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg 17,7 Prozent weniger als noch 2016. Damals seien es 912 Frauen und Männer gewesen, die beispielsweise Garten- oder Reinigungsarbeiten verrichteten.

Alles in allem bedeutete das im vergangenen Jahr 30 212 eingesparte Hafttage oder zusammen knapp 83 Jahre, wie aus der Statistik der Generalstaatsanwaltschaft hervorgeht. Durchschnittlich habe jeder Arbeitsleistende etwa 40 Hafttage gespart.

Wenn der Verurteilte Arbeitsstunden leistet, hat sich seine Ersatzfreiheitsstrafe erledigt. Die Arbeit muss aber unentgeltlich sein und dem öffentlichen Wohl dienen. Die Vollstreckung eines Tages kann den Angaben zufolge in der Regel durch sechs Stunden freie Arbeit abgewendet werden.