Naumburg (dpa/sa) - Wegen eines defekten Gerätes ist die Reinigung der Ostchor-Fassade am Unesco-Weltkulturerbe Naumburger Dom verschoben worden. Das Gerät, mit dem die Arbeiter die Fassade mit Luftdruck, Wasser und Sand abstrahlen können, werde wohl noch bis Ende der Woche in der Reparatur bleiben, sagte die Pressesprecherin der Vereinigten Domstifter, Charlotte Tennler, am Montag. Eigentlich sollte die lärmintensive Reinigung am Montag beginnen, nun ist der Start der zweiwöchigen Strahlarbeiten am Ende der Woche geplant.

Dabei sollen schwarze Verkrustungen vom Muschelkalkstein des Gebäudes gelöst werden. Danach sollen Arbeiten mit einem Laser folgen, der die verbliebenen Krusten gewissermaßen verbrennt. Die Fassade des im Mittelalter von einem bis heute unbekannten Baumeister errichteten Gotteshauses wird derzeit in Stand gesetzt. Bereits im Januar starteten die Arbeiten am Ostchor.

Die dunklen Verkrustungen waren in Folge von saurem Regen entstanden und gefährden laut Domstiftern die Bausubstanz: Durch die dunkle Farbe erhitze sie sich schneller als der helle Kalkstein. Dadurch entstehen Spannungen und Teile der Bausubstanz platzen ab. Der Bund hat für die Sanierung 800 000 Euro zur Verfügung gestellt.