Halle (dpa/sa) - In den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Sachsen-Anhalt läuft der Betrieb trotz Corona-Pandemie weiter - es kann aber zu Einschränkungen bei Besuchen kommen. "Die Leistungen für unsere Kunden werden wie gehabt entsprechend berechnet und gezahlt", sagte ein Sprecher der in Halle ansässigen Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen. Viele Dienststellen würden aktuell verstärkt auf telefonische Termine mit ihren Kunden setzen, um Infektionen von vornherein zu vermeiden.

"Wie alle öffentlichen Einrichtungen folgen wir den Lageeinschätzungen der zuständigen Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und wir richten uns nach den konkreten Empfehlungen der Gesundheitsämter und deren verbindlichen Entscheidungen nach dem Infektionsschutzgesetz." Man versuche alles dafür zu tun, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte der Sprecher mit Blick auf die angespannte Lage wegen der Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Gesundheit habe oberste Priorität. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter mit täglich tausenden Besuchern seien ohnehin gehalten, alle Menschen soweit es möglich sei vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Abstands- und Desinfektionsregeln müssten strikt eingehalten werden. In Sachsen-Anhalt waren zuletzt 83 600 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, darunter bezogen rund 54 500 Menschen Hartz-IV-Leistungen.