Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind im Schnitt so wenige Menschen arbeitslos wie nie zuvor in diesem Jahr. 74 400 Frauen und Männer seien es im November gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit. Das entspräche 500 Menschen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sinke somit um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Allerdings fehle es an Dynamik, hieß es. Die Arbeitslosigkeit gehe langsamer zurück als im Vorjahr.

Arbeitgeber hätten im November 3900 neue Stellen gemeldet, was rund 100 Stellenmeldungen weniger als im Oktober und 400 weniger als im November 2018 seien. Dennoch sind auch im Vergleich zu 2018 im Schnitt weniger Menschen ohne Job. Die Quote ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozentpunkte zurück. Die meisten neuen Jobs gibt es demnach im Dienstleistungsgewerbe. Bauarbeiter und Beschäftigte in der Forst- und Landwirtschaft haben sich - wie im November üblich - häufiger als in anderen Branchen arbeitslos gemeldet.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im vergangenen Monat vor allem bei Männern und älteren Beschäftigten. Den Zahlen zufolge waren 211 mehr Männer arbeitslos als im Oktober. Bei den Beschäftigten über 50 Jahren waren es knapp 160. Dagegen waren statistisch gesehen gut 700 Frauen weniger arbeitslos als im Vormonat.

Die höchste Arbeitslosenquote wurde im Landkreis Mansfeld-Südharz verzeichnet (8,7 Prozent), gefolgt vom Landkreis Stendal (7,9) und den beiden größten Städten des Landes Halle und Magdeburg (jeweils 7,8). Die niedrigste Arbeitslosigkeit gibt es im Schnitt im Landkreis Börde (4,5).