Halle (dpa/sa) - Die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt haben im zweiten Quartal coronabedingt 4,7 Prozent weniger Stunden gearbeitet als ein Jahr zuvor. Im Schnitt leisteten sie 35,2 Stunden Arbeit je Woche, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mitteilte. Bei den Vollzeitbeschäftigten habe sich die Wochenarbeitszeit um 4,5 Prozent auf 38,1 Stunden reduziert, bei den Teilzeitbeschäftigten um 5 Prozent auf 28,3 Stunden pro Woche. Der Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag im Durchschnitt aller Arbeitnehmer bei 2902 Euro und damit 0,4 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Von der Kurzarbeit sei das Gastgewerbe am stärksten betroffen gewesen, hieß es weiter. Dort sei die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34,8 Prozent auf 22,1 Stunden gesunken. Der Bruttomonatsverdienst habe bei 1169 Euro im Monat gelegen. Das habe einen Minus von 30,3 Prozent entsprochen.

Im Dienstleistungsbereich, im dem 70,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig sind, lag das durchschnittliche Verdienstniveau mit 2788 Euro im Monat den Angaben zufolge ein Prozent über dem des zweiten Quartals 2019.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt