Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - Im vergangenen Jahr sind vor allem in den deutschen Flächenländern viele Stellen für Hausärzte unbesetzt geblieben - Sachsen-Anhalt ist besonders stark betroffen. Bundesweit konnten 5,9 Prozent der geplanten Plätze für Niederlassungen nicht vergeben werden, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Spitzenreiter war das Saarland, wo 12,3 Prozent der Stellen unbesetzt blieben. In Sachsen-Anhalt waren es 10,4 Prozent.

Auch in Rheinland-Pfalz (9,5 Prozent) sowie in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 8,9 Prozent) ließen sich deutlich weniger Hausärzte nieder, als für den Bedarf der Länder geplant. Stadtstaaten wie Hamburg (null Prozent) und Berlin (0,7 Prozent) waren dagegen deutlich besser mit Allgemeinmedizinern versorgt. Bundesweit blieben insgesamt 3280 Niederlassungen für Hausärzte frei, bei Fachärzten waren es 1933.

In den neuen Bundesländern blieben mit 6,4 Prozent minimal mehr Niederlassungsoptionen für Hausärzte ungenutzt als in den alten Ländern (5,8 Prozent), so die Regierung unter Berufung auf Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Bedarfsplanung I

Bedarfsplanung II

Antwort auf Anfrage