Halle (dpa/sa) - Verwaltungsbehörden der Länder drängen darauf, die Daten von straffällig gewordenen Asylbewerbern in Deutschland besser zu erfassen und abzugleichen. Dies gelte insbesondere für Menschen, die möglicherweise mit mehreren Identitäten unterwegs seien. Insgesamt sei eine noch engere Zusammenarbeit mit den Justizbehörden auf allen Ebenen nötig, sagte Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold (Nordrhein-Westfalen) am Dienstag zum Abschluss der 39. Bundeskonferenz der Präsidenten der Regierungspräsidien in Halle. "Da haben wir alle noch Hausaufgaben zu machen", sagte sie.

Regierungspräsidien und Landesverwaltungsämter dienen in vielen Bundesländern als Schaltstelle zwischen Ministerien und Kommunen. Bundesweit gibt es 25 dieser Mittelbehörden.

Auf der dreitägigen Konferenz tauschten sich deren Präsidenten auch über die Anerkennung der Qualifikation ausländischer Ärzte aus. Diese würden dringend gebraucht. Nötig sei zugleich aber auch eine genaue Prüfung der Zeugnisse und Kenntnisse. Diese erfolge zwar, hieß es mit Blick auf die Arbeit etwa der Bundesärztekammer.

Wichtig sei aber eine noch bessere Abstimmung. So seien Behörden wie das Landesverwaltungsamt in Halle dafür zuständig, ob die Zeugnisse von Ärzten aus dem Ausland mit denen in Deutschland gleichwertig sind, erklärte der Präsident der Behörde, Thomas Pleye. Bundesweit würden mehrere Tausend Anträge im Jahr gestellt, als Mediziner aus dem Ausland in Deutschland zu arbeiten. Zum Wohl und Schutz von Patienten müssten die Ausbildung und Kenntnisse genauestens geprüft werden, sagte er.

Das Landesverwaltungsamt in Halle

Die Aufgaben der Mittelbehörde