Magdeburg (dpa/sa) - Jugendliche in Sachsen-Anhalt haben in Bernburg und Weißenfels die besten Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Demnach kommen in Bernburg auf 100 Bewerber im Schnitt 106,4 freie Ausbildungsplätze, in Weißenfels sind es sogar 108,4. Das geht aus dem "Ländermonitor berufliche Bildung 2019" hervor, den die Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch vorstellte. Mehr Bewerber als freie Plätze sind es hingegen in Stendal (100 zu 95) und Halberstadt (100 zu 94,6)

Landesweit verbesserten sich demnach die Perspektiven für kommende Azubis. Das Verhältnis von Nachfrage und Angebot stieg von 100 zu 94,8 (2016) auf 99,4 im vergangenen Jahr. Als Grund wird vor allem angegeben, dass es weniger Jugendliche gibt.

Dennoch bleiben immer wieder Ausbildungsplätze unbesetzt. Das hat laut Ländermonitor verschiedene Gründe. Am häufigsten (52,5 Prozent) entsprachen die Berufswünsche der Bewerber nicht den angebotenen Stellen. Bewerbermangel gebe es etwa im Ernährungshandwerk, in Hotel- und Gaststättenberufen sowie in den Metall- und Elektroberufen.

In gut einem Drittel der Fälle (36,6 Prozent) seien Ausbildungssuchende prinzipiell an dem angebotenen Job interessiert. Trotzdem komme es aber nicht zum Abschluss von Ausbildungsverträgen, weil der Betrieb die Bewerber nicht für geeignet halte oder die Jugendlichen den Betrieb nicht attraktiv genug fänden, hieß es. Bei jeder zehnten unbesetzten Stelle sei Mobilität das Problem. Der interessierte Jugendliche und der entsprechende Betrieb seien zu weit voneinander entfernt.

Ländermonitor