Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Das Bauhaus Museum Dessau widmet sich in einer neuen Ausstellung der Frage nach Leben und Wohnen alter Menschen in der modernen Großstadt. Das Thema habe im Diskurs des Neuen Bauens wenig Beachtung gefunden, sei aber bis heute aktuell, teilte das Bauhaus Dessau mit. Die Schau wird am Donnerstagabend eröffnet.

Sie stellt das 1930 eröffnete Henry und Emma Budge-Heim in Frankfurt/Main ins Zentrum, einen richtungsweisenden Neubau eines Altenheims der Moderne. Dort sollten damals zu gleichen Teilen jüdische und christliche Anwohnerinnen und Anwohner gemeinschaftlich ihren Lebensabend verbringen. Das sei bis heute in Europa ein einzigartiges Wohnmodell, teilte das Bauhaus Dessau weiter mit.

Die Ausstellung mit dem Titel "Wie wohnen alte Menschen. Das Henry und Emma Budge-Heim in Frankfurt am Main" beleuchtet bis zum 24. Januar 2021 die Geschichte des Heims vom Bau über die NS- und Kriegszeit bis in die Gegenwart. Für diesen Freitag sind dazu Gesprächsrunden und ein Filmnachmittag geplant.

Infos zur Zwischenspiele-Ausstellung "Wie wohnen alte Menschen. Das Henry und Emma Budge-Heim in Frankfurt am Main"