Halle (dpa/sa) - Unter dem Motto "Halle und die Moderne - Kunst, Architektur und Lebensstil" will die Stadt mit Veranstaltungen, Ausstellungen und einem Kulturstadtplan an ihre Verbindungen zum Bauhaus erinnern. Anlass ist das Jubiläum "100 Jahre Bauhaus 2019". Insgesamt 44 Orte enthalte die neue 132-seitige Broschüre, die mit einem speziellen Stadtplan versehen auch per Internetplattform multimedial abrufbar sei. Anliegen sei es, die in der ganzen Stadt verteilten Orte der Moderne für die Menschen erlebbarer zu machen, sagte die Kulturbeigeordnete Judith Marquardt am Donnerstag.

Das Kunstmuseum Moritzburg - hier malte der Bauhauskünstler Lyonel Feininger (1871-1956) im Atelier seine berühmten Halle-Bilder - zeigt 2019 unter dem Motto "Bauhaus Meister Moderne" eine Ausstellung. Bundesweit sind im kommenden Jahr an zahlreichen Orten, die mit der berühmten Architektur-, Kunst- und Designschule verbunden sind, Veranstaltungen geplant. Bauhausorte sind in Halle Wohnsiedlungen, Kirchen, Schulen, Verwaltungsgebäude wie auch das heutige Rathaus.

Das Bauhaus wurde 1919 vom Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründet. Es zog später nach Dessau und Berlin um, wo es auf Druck der Nationalsozialisten endgültig geschlossen wurde. An die heutige Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle zog es damals Bauhauskünstler wie den Bildhauer Gerhard Marcks (1889-1981). Dessen überlebensgroße Tierfiguren - Kuh und Pferd - an der Brücke am Fuße der Burg gehören zu den prägnanten Zeugnissen dieser Zeit in Halle.

Halle und die Moderne