Leipzig (dpa) - Zur Linderung der Wohnungsnot hat die ostdeutsche Bauindustrie deutlich weniger gesetzliche Regelungen gefordert. Die Bauordnungen der Länder wie auch die kommunalen Satzungen müssten auf kostentreibende Standards hin durchforstet werden, hieß es in einer Mitteilung des Bauindustrieverbandes Ost am Mittwoch in Leipzig. Dazu gehörten auch die Anforderungen an Energieeffizienz, Lärmschutz und Barrierefreiheit.

Zudem müssten aus Verbandssicht Planungs- und Genehmigungsverfahren dringend vereinfacht und beschleunigt werden. Bis 2020 seien in Ostdeutschland jährlich 63 000 Wohnungen zu bauen, um den Bedarf zu decken.

Eine Möglichkeit, um in kürzerer Zeit Wohnraum zu schaffen, biete die Modulbauweise, auch serielles Bauen genannt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, Robert Momberg. "Statt teure Unikate zu fertigen, müssen künftig wieder stärker Prototypen geplant und deutschlandweit in Serie umgesetzt werden. Nur so lassen sich Beschleunigungs- und Kostensenkungseffekte erzielen."

Für Freitag haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bauminister Horst Seehofer (CSU) zum Wohnungsgipfel eingeladen.