Magdeburg/Leipzig (dpa/sa) - Für Unternehmen des Bauhauptgewerbes in Sachsen-Anhalt war das vergangene Jahr wenig dynamisch. Umsatz und Auftragslage hätten sich im Vergleich zu 2016 eher holprig und wenig gradlinig gestaltet - der Wohnungsbau sei im zweiten Halbjahr sogar empfindlich eingebrochen, teilte der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt am Freitag in Leipzig mit. Das Auftragsvolumen schrumpfte allein auf diesem Sektor um fast 15 Prozent auf 242,6 Millionen Euro. Die Entwicklung bereite Sorgen, da diese völlig am Bedarf vorbeigehe, hieß es. Die Politik müsse handeln und den Wohnungsbau aktiv ankurbeln.

Auch der Wirtschaftsbau habe verloren und 2017 Aufträge im Wert von 920,8 Millionen Euro verbucht - 1,8 Prozent weniger als 2016. Einen Auftragsschub habe der Öffentliche Bau erlebt. Hier sei ein Zuwachs um fast 15 Prozent im Vergleich zu 2016 verbucht worden, das Volumen habe bei 903,4 Millionen Euro gelegen.

Dem Verband zufolge machten die Betriebe des Bauhauptgewerbes im Vorjahr einen Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Euro, was ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2016 bedeutet. Im Detail heiße das für den Wohnungsbau ein Umsatzvolumen von 325,9 Millionen Euro, für den Wirtschaftsbau 999,2 Millionen Euro und dem Öffentlichen Bau 832,1 Millionen Euro. Im Schnitt arbeiteten 15 500 Menschen in den Unternehmen des Bauhauptgewerbes.

Bauindustrieverband