Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Annette Widmann-Mauz, hat bei der Bekämpfung von Rechtsextremisten bei allen Beteiligten einen langen Atem angemahnt. "Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist ein Langstreckenlauf", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch anlässlich der Jahreskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Bundesländer in Dessau-Roßlau. "Die Anstrengungen dürfen nicht nach den ersten Metern eingestellt werden. Jetzt heißt es: dranbleiben und Ausdauer beweisen!"

Nach dem Anschlag in Halle auf eine Synagoge und einen Döner-Imbiss müsse auch dem Letzten klar sein, dass Rechtsextremismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit reale Gefahren seien, die konsequent und nachhaltig bekämpft werden müssten. Der Kampf dagegen könne nur gelingen, wenn alle Hand in Hand arbeiteten - von der Prävention bis zur Strafverfolgung.

Schwerpunkte der Jahreskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Bundesländer in Dessau-Roßlau sind die Themen Fachkräftezuwanderung und die Rolle von Migrantenorganisationen im Integrationsprozess. Nach dem Terroranschlag von Halle mit zwei Toten am 9. Oktober wollen sich die Beauftragten außerdem mit Maßnahmen zur Prävention von Rassismus und Antisemitismus befassen.