Magdeburg (dpa/sa) - Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt haben binnen eines Tages 43 weitere Corona-Tote gemeldet. Die meisten Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Virus meldeten die Stadt Halle (12), der Burgenlandkreis (11) sowie der Kreis Mansfeld-Südharz (7), wie das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mitteilte. Seit Beginn der Pandemie im März zählten die Behörden mehr als 600 Corona-Tote in Sachsen-Anhalt.

Auf den Intensivstationen der Kliniken müssen 175 Covid-Patienten wegen schwerer Verläufe behandelt werden. Das sind zehn mehr als am Dienstag und 38 mehr als vor einer Woche. Vor allem im stärker betroffenen Süden des Landes meldeten die Kommunen zuletzt Personalmangel und Engpässe bei den Klinikbetten für Corona-Patienten - auch auf der Normalstation. Allerdings gibt es nach Angaben der Amtsärztin im Burgenlandkreis derzeit noch ausreichend Plätze im Norden und Patienten würden in dortige Krankenhäuser verlegt.

Nach dem Weihnachtsfest und mehreren Tagen, in denen niedrigere Fallzahlen gemeldet wurden, gab es am Mittwoch wieder einen deutlichen Zuwachs: Binnen 24 Stunden kamen 929 positive Testergebnisse dazu. Am Dienstag waren 571 Neuinfektionen gemeldet worden, am Montag 316. Seit Beginn der Pandemie steckten sich damit mehr als 29 500 Sachsen-Anhalter nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

In den vergangenen sieben Tagen wurden 195 neue Fälle je 100 000 Einwohner registriert. Damit liegt der Wert ungefähr wieder auf dem Niveau vom 21. Dezember. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, sie erwarte, dass die Zahlen erst Anfang Januar wieder aussagekräftig genug seien, um die Lage einzuschätzen. Es sei bekannt, dass über die Feiertage weniger getestet wurde und sich die Proben in manchen Labors stauten, sagte die SPD-Politikerin. Auch Nachmeldungen nach den zusammenhängenden freien Tagen sind möglich.

Mitteilung des Gesundheitsministeriums zu den Corona-Zahlen