Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zufolge ist die Armut in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau geblieben. Dennoch gehöre Sachsen-Anhalt zu einem der am stärksten von Armut betroffenen Bundesländer in Deutschland, teilte der Verband in Berlin mit. Demnach galten 2019 hierzulande 19,5 Prozent der Menschen als arm. Das war die gleiche Quote wie bereits 2018. Insgesamt sinke die Armut in Sachsen-Anhalt jedoch seit einigen Jahren leicht. Die höchste Quote wies Bremen mit 24,9 Prozent auf. Sachsen-Anhalt hatte die zweitschlechteste Bilanz.

Dem Bericht zufolge lag die Armutsquote 2019 im bundesweiten Durchschnitt bei 15,9 Prozent. Damit seien rein rechnerisch 13,2 Millionen Menschen und somit so viele wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr arm. Bayern und Baden-Württemberg haben den Angaben nach mit 11,9 und 12,3 Prozent die mit Abstand geringste Armutsquote. Der Verband warnte, dass alles darauf hindeute, "dass die Auswirkungen der Corona-Krise Armut und soziale Ungleichheit noch einmal spürbar verschärfen werden", teilte der Verband mit.