Magdeburg (dpa/sa) - Im Prozess wegen Überfällen auf eine Shisha-Bar in Magdeburg ist nach einer Verständigung zwischen den Verfahrensbeteiligten das Urteil gesprochen worden. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Magdeburg erklärte die vier Angeklagten am Montag der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Es wurden Bewährungsstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten gegen die vier Angeklagten verhängt. Dabei wurden auch andere Strafen einbezogen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann Revision eingelegt werden. Der Prozess hatte am 6. März unter hohen Sicherheitsvorkehrungen begonnen.

Den Männern im Alter zwischen 20 und 23 Jahren hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Sommer 2019 zwei Mal eine Shisha-Bar in der Nähe des Magdeburger Hasselbachplatzes überfallen zu haben. Dabei sollen sie den Besitzer der Bar und mehrere Gäste angegriffen haben. Laut Anklage waren die aus Tschetschenien und Inguschetien stammenden Männer bewaffnet.

Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich von Schutzgelderpressung ausgegangen. Dieser Vorwurf wurde allerdings nicht zur Anklage zugelassen, da das Gericht dafür zu wenige Anhaltspunkte sah.