Magdeburg (dpa/sa) - Die Gewerkschaft Wissenschaft und Erziehung Sachsen-Anhalt (GEW) hat sich gegen eine Verkürzung der Sommerferien zur Kompensation des Unterrichtsausfalls in der Corona-Krise ausgesprochen. "Nach all dem, was gelaufen ist, brauchen Schüler, Eltern und Lehrer jetzt einfach mal Zeit, auszuspannen", sagte die GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Statt einer Verkürzung der Sommerferien sollte man sich darauf konzentrieren, geordnet ins nächste Schuljahr zu starten, sagte Gerth. "Man kann das alles wieder aufholen". Für das laufende Schuljahr hatte die GEW gefordert, die Prüfungstermine zu verschieben. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) wollte am Freitag seine Pläne für die Wiederöffnung der Schulen vorlegen.

Eine Verkürzung der Sommerferien hatte zuvor Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Augsburger Allgemeine" (Freitag).