Magdeburg (dpa/sa) - Anders als Nordrhein-Westfalen (NRW) hat Sachsen-Anhalt derzeit keine Hinweise darauf, dass Betrüger die Corona-Soforthilfen abgreifen. "Uns sind bislang keine Betrugsversuche bekannt", sagte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Matthias Stoffregen, am Donnerstag. Das könnte auch daran liegen, dass Sachsen-Anhalt keine reinen Online-Verfahren anbiete und die Betrugsmasche aus NRW daher weniger attraktiv sei. Wer in Sachsen-Anhalt die Zuschüsse bekommen wolle, müsse einen Antrag herunterladen, ausfüllen und an eine Mailadresse der landeseigenen Investitionsbank zurückschicken.

Nordrhein-Westfalen stoppte am Donnerstag die Auszahlung der Corona-Soforthilfen. Den Ermittlern zufolge führten Anfragen bei Suchmaschinen zu den Antragsformularen mitunter auf gefälschte Internetseiten von Betrügern. Diese sollen die echten Angaben von Unternehmern abgefischt haben, um dann selbst betrügerische Anträge auf die Soforthilfe zu stellen. Die Zuschüsse von mehreren tausend Euro sind als schnelle Hilfen für kleinere Betriebe gedacht, die wegen Umsatzausfällen ihre laufenden Kosten nicht decken können.