Potsdam (dpa/bb) - Mit einer Schweigeminute hat der Brandenburger Landtag der Opfer des Terroranschlags in Halle (Sachsen-Anhalt) mit zwei Toten gedacht. "Am 9. Oktober geschah ein unfassbarer rechtsextremistischer und antisemitischer Terroranschlag", sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke am Dienstag vor Beginn der Landtagssitzung. Dies sei ein geplanter Massenmord eines Rechtsextremisten gewesen, am Feiertag Jom Kippur. "In Freundschaft, Verbundenheit und Solidarität stehen wir in diesen Tagen an der Seite der jüdischen Gemeinden", betonte Liedtke.

Nachdem der Anschlag auf die Synagoge gescheitert sei, habe der Täter wahllos zwei Menschen ermordet, sagte die Landtagspräsidentin. "Wir denken an die Freunde und Familien der Opfer und trauern mit ihnen."

"30 Jahre nach der friedlichen Revolution müssen wir uns eingestehen, dass es wieder Antisemitismus und Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft gibt", sagte Liedtke. "Oder war dies schon immer da und wir haben es nicht gesehen?" Die Landtagspräsidentin rief die Bürger dazu auf, entschlossen gegen Antisemitismus, gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit vorzugehen: Wir werden den Mut zum Handeln brauchen."

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