Magdeburg/Halle (dpa/sa) - In den größten Städten Sachsen-Anhalts sind derzeit keine Böllerverbote geplant. Die Deutsche Umwelthilfe hatte unter anderem für Halle und Magdeburg ein Verbot von Feuerwerk wegen zu hoher Feinstaubbelastung gefordert. Auch in der landesweit drittgrößten Stadt Dessau-Roßlau sind Verbote derzeit kein Thema. Das ergaben Anfragen bei den betroffenen Kommunen.

Nach Ansicht von Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) sind komplette Verbote nicht das richtige Mittel. "Ich finde, Feuerwerk gehört zu unserer Kultur", sagte sie. Die Politikerin befürwortet aber zentrale Feuerwerke, um die Belastung an Silvester und Neujahr zu reduzieren.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es Einschränkungen in Quedlinburg und Wernigerode (Landkreis Harz). Durch einen Mindestabstand von 100 Metern zu Fachwerkhäusern sollen Brände durch Feuerwerk verhindert werden. "Das bedeutet, dass nahezu in der gesamten Quedlinburger Innenstadt keine Silvesterfeuerwerkskörper (Raketen, Knaller, Fontänen, Sonnen u.ä.) verwendet werden dürfen", teilte die Stadt mit. Das Gleiche gilt für die Altstadt von Wernigerode. Wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen bis zu 50 000 Euro rechnen.