Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Nach Wochen des Gleichschritts beginnen die Länder nun, ihre eigenen Wege durch die Corona-Krise zu finden. In einer erneuten Telefonschalte wollen die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute über einen gemeinsamen Korridor für das weitere Vorgehen beraten. Ein Thema dabei werde der Spielbetrieb im Profisport sein, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag in Magdeburg.

Die Themen Gastronomie, Tourismus und Kultur stünden hingegen nicht auf der Tagesordnung. Diese Bereiche seien nun ausdrücklich zur Ländersache erklärt worden. "Und das ist gut so, denn das ist genau der Ansatz, den wir hier als Landesregierung und als Koalition verfolgen", sagte Haseloff.

Nach der vorigen Bund-Länder-Schalte in der vergangenen Woche hatten mehrere Bundesländer eigene Corona-Regeln erlassen. Sachsen-Anhalt etwa lockerte als erstes Bundesland das Kontaktverbot und erlaubt seit Montag Treffen von bis zu fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten im Freien. Am Dienstag stellte die Magdeburger Landesregierung dann einen Stufenplan zur schrittweisen Aufhebung der Begrenzungen für das Gastgewerbe vor.

In der Kommenden Woche kommt das Kabinett dann am Dienstag zusammen, um die jüngsten Lockerungen und die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte endgültig zu beschließen. Dafür soll die noch bis Ende Mai gültige fünfte Corona-Landesverordnung geändert werden.