Magdeburg (dpa) - Der neue Handball-Bundestrainer Alfred Gislason würde ein Geisterspiel bei seinem Debüt am Freitag gegen die Niederlande bedauern. "Natürlich ist das Testspiel in Magdeburg gegen die Niederlande ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Natürlich haben wir gehofft, vor voller Halle spielen zu können, das richtig Stimmung aufkommt", sagte der Isländer am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. "Das wäre schon eigenartig, wenn man das erste Länderspiel als Bundestrainer vor leeren Rängen machen muss", sagte der 60-Jährige.

Die Stadt Magdeburg und das zuständige Gesundheitsamt hatten am Montag alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt untersagt. Die Regelung gelte bis auf Weiteres und solle den Ausbruch bzw. die Weiterverbreitung des Coronavirus einschränken, teilte die Stadt mit. Eine Absage des Tests kommt für den Deutschen Handballbund nicht infrage. "Das Länderspiel gegen die Niederlande wird am Freitagabend weiterhin stattfinden", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Die DHB-Auswahl bereitet sich seit Montag bei einem Lehrgang in Aschersleben auf die Partie, die der Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation in Berlin Mitte April gegen Schweden, Slowenien und Algerien dient, vor. Für das Tokio-Ticket muss Deutschland mindestens Zweiter werden. Gislason war Anfang Februar als Nachfolger des beurlaubten Christian Prokop verpflichtetet worden.

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