Magdeburg/Erfurt (dpa) - In einem ökumenischen Osterwort rufen führende Christen Sachsen-Anhalts und Thüringens dazu auf, auch und gerade in Zeiten der Corona-Krise Zuversicht aus der Osterbotschaft zu schöpfen. "Gerade sieht es so aus, als ob die Osterzeit und das Ende der gesellschaftlichen Fastenzeit nicht zusammenfallen", heißt es in dem Schreiben der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), dem Bistum Erfurt, der Evangelischen Landeskirche Anhalts und dem Bistum Magdeburg. "Aber das große Fastenbrechen wird kommen."

Der Glaube an ein "Danach" sei fester Bestandteil des christlichen Glaubens: "Dass es ein Danach gibt, ahnen wir. Dass es immer ein Danach gibt, dass es weitergeht - das feiern wir. Zu Ostern wie an keinem anderen Tag im Jahr." Christen glauben, dass ihr Messias Jesus gekreuzigt wurde und nach drei Tagen auferstand. Diese Auferstehung feiern sie an Ostern - ihrem höchsten Fest. Die Osterbotschaft lehre die Christen den Glauben an ein gutes Ende, heißt es in dem Schreiben.

Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen machten jedoch gerade im Frühling vielen Menschen zu schaffen, schreiben die Geistlichen. Sie appellieren an die Gläubigen, sich trotzdem an die Regeln zu halten. "Wir tun dies um der Schwachen und Gefährdeten willen. Punkt. Und das ist gut." Auch schränke die Kontaktsperre die Ausübung des Glaubens ein - selbst wenn sich Christen mit Online-Gottesdiensten und Andachten zu Hause zu helfen wüssten. Ostern sei dieses Jahr anders. "Aber die Osterbotschaft unterliegt keiner Kontaktsperre.