Magdeburg (dpa/sa) - Die meisten Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt gehen direkt oder mittelbar auf Reisen nach Österreich zurück. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Laut einer Auswertung des Ministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, können die Behörden die Infektionsketten bei der großen Mehrheit der Fälle in Sachsen-Anhalt nachvollziehen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um eine exponentielle Verbreitung des neuartigen Virus zu verhindern. Die Zahl der Infektionen mit unklarer Herkunft steige zwar, sei aber noch relativ gering, sagte Ministeriumssprecherin Ute Albersmann.

Von 266 in der Auswertung erfassten Infektionen gehen 78 direkt auf einen Besuch in Österreich zurück, weitere acht auf Kontakte zu Menschen, die sich in Österreich angesteckt haben. In Italien, wo bisher weltweit die meisten Menschen an Covid-19 starben, steckten sich demnach nur 15 Menschen aus Sachsen-Anhalt an, vier weitere bei Menschen, die sich in Italien infizierten. Weitere Ansteckungen konnten die Ämter auf Besuche in Ägypten, Israel und der Schweiz zurückführen.