Magdeburg (dpa/sa) - Zehn Tage nach Inkrafttreten des befristeten Teil-Lockdowns ist ein Abflauen der Pandemie in Sachsen-Anhalt weiter nicht in Sicht. Zwischen Mittwoch und Donnerstag registrierte die Landesregierung 272 Neuinfektionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Nach seiner Schätzung sind damit derzeit insgesamt 2947 Menschen im Land infiziert, 194 mehr als noch am Mittwoch. Dabei sind Genesungen nicht präzise erfasst.

Pro Woche und 100 000 Einwohnern haben sich in Sachsen-Anhalt zuletzt 66,29 Menschen infiziert. Dieser Inzidenzwert lag zwar leicht unter dem des Vortages, Ziel der Bundes- und Landesregierungen ist aber, ihn allgemein wieder unter 50 zu drücken. Das Jerichower Land überschreitet die Marke mit einem Wert von 127,25 weiter am deutlichsten von allen Kreisen in Sachsen-Anhalt. Von 100 000 Einwohnern Dessau-Roßlaus infizierten sich hingegen binnen sieben Tagen nur 31,21.

Bund und Länder haben mindestens für November ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens angeordnet, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Es gelten Kontaktbeschränkungen, das Gastgewerbe sowie der Freizeit-, Sport- und Kulturbetrieb müssen größtenteils ruhen. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen mindestens unter 50 Fälle je 100 000 Einwohner und Woche zu drücken, damit die Gesundheitsbehörden Kontaktketten nachverfolgen und eine exponentielle Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 verhindern können.