Magdeburg (dpa/sa) - Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) will am Montag in Magdeburg mit den Präsidenten der Industrie- und Handelskammern und des Handwerks über die Auswirkungen der Coronakrise beraten. "Wir wollen zusammentragen, was haben die Kammern als Rückmeldungen aus ihren Unternehmen, wo drückt konkret der Schuh und inwieweit können unsere Programme, mit denen wir unterstützen, da passfähig sein", sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Willingmann forderte zugleich vom Bund den Aufschub von Steuer- und Sozialabgaben, die in der Regel von Firmen im Voraus gezahlt werden müssen, sowie von Steuerzinsen. Diese seien eine zusätzliche finanzielle Belastung gerade für kleine und mittlere Unternehmen, welche die Wirtschaft des Landes prägen. Konkrete Zahlen zu Einbußen der Firmen aufgrund der Coronakrise lägen noch nicht vor. Dazu soll das Spitzentreffen mit den Vertretern der Wirtschaft beitragen.

Gemeldet habe sich bereits das Hotel- und Gaststättengewerbe aufgrund der Absagen von Veranstaltungen und Messen. Zudem sei die Lage von Firmen mit Lieferketten ins Ausland zu betrachten. Dazu gehöre neben China nun auch Italien, wie Willingmann mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus sagte. Italien gehöre zu den Top 10 der Exportländern. Sachsen-Anhalt liefere Waren und Güter im Wert von rund einer Milliarde Euro nach Italien und importiere diese im Wert von 700 Millionen Euro im Jahr.