Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt ist nach Ansicht der Landesregierung gut auf die Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorbereitet. "Auch wenn die Lage ernst ist, Sachsen-Anhalt ist gut vorbereitet", sagte Agrarministerin Claudia Dalbert (Grüne) am Donnerstag im Landtag. "Weiterhin ist das größte Risiko für die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest der Faktor Mensch." An der Risikobewertung ändere sich trotz der bis Donnerstag 69 Fälle im benachbarten Brandenburg zunächst nichts. "Wir werden alles tun, um die Einschleppung der ASP zu verhindern", sagte Dalbert.

Das Land hat unter anderem mit mobilen Zäunen, Containern für die Entsorgung von Kadavern und Seuchenschutzübungen für einen Ausbruch trainiert. Der Landtag beschloss am Donnerstag eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen zur Abwehr der Tierseuche. So sollen zukünftig etwa nicht wie bisher nur für tot aufgefundene Wildschweine 50 Euro gezahlt werden, sondern auch für geschossene. An Auto- und Rasthöfen soll außerdem durch Aushänge stärker über die Tierseuche aufgeklärt werden.

Die für Menschen ungefährliche Afrikanische Schweinepest wurde im September erstmals in Deutschland nachgewiesen. Haus- und Wildschweine sterben fast immer, wenn sie sich mit dem Erreger infizieren. Seit die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nachgewiesen wurde, stehen viele Auslandsmärkte nicht mehr für den Export zur Verfügung - die Preise sinken in der Folge.

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