Magdeburg (dpa/sa) - Sportler, die als Kinder und Jugendliche in DDR-Leistungssportzentren gedopt worden sind, brauchen aus Expertensicht mehr Zeit, um sich Hilfe zu holen. "Unsere Beobachtung ist, dass die Betroffenen nur schleppend realisieren, dass ihre gesundheitlichen Probleme etwas mit früherem Doping zu tun haben", sagte die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg. Viele wüssten nicht, dass sie leistungssteigernde Mittel erhalten haben. Und auf den ersten Blick sei das auch gar nicht erkennbar, oft auch nicht für Ärzte und Spezialisten.

Dabei wird die Zeit knapp für die Betroffenen. Nur noch bis zum Jahresende können sie Leistungen nach dem zweiten Dopingopfer-Hilfegesetz beantragen. Die Regelung gibt es seit Mitte 2016, ursprünglich sollte sie bis Mitte 2017 laufen, wurde dann aber bis Ende 2018 verlängert. Die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen fordern eine weitere Verlängerung.

Zweites Dopingopfer-Hilfegesetz

Bundesverwaltungsamt zu Hilfeleistungen für Dopingopfer

Infos für das Gutachten zum zweiten Dopingopfer-Hilfegesetz