Magdeburg (dpa/sa) - Das West-Nil-Virus hat sich im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt stark ausgebreitet. Nach sechs Fällen im Jahr 2018 sei das Virus 2019 bei 29 Tieren im Land nachgewiesen worden, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Veterinärmediziner 2018 in Magdeburg mit. Das Virus stammt ursprünglich aus den Tropen und wird von bestimmten blutsaugenden Stechmücken übertragen. An der Infektion erkranken Vögel, aber auch Pferde und Menschen. Beim Menschen verläuft die Infektion jedoch ähnlich wie eine Grippe und wird daher selten erkannt - bisher gab es aber keine Fälle in Sachsen-Anhalt.

Auch die Afrikanische Schweinepest stelle weiterhin eine Gefahr für die Tiergesundheit dar, heißt es in dem Bericht. Das Land habe sich unter anderem durch einen zweiten mobilen Schutzzaun auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet. Neben den Tierseuchen warnen die Veterinäre in ihrem Bericht vor den Folgen steigender Temperaturen für die Fischzucht. Zu warmes Wasser erhöhe die Gefahr durch Parasiten und Bakterien und stelle Aquakulturanlagen vor erhebliche Probleme.