Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Wirtschaft hat in den ersten drei Quartalen 2018 rund ein Fünftel mehr importiert als im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und September seien nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro eingeführt worden, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Halle mit. Das Plus liege damit bei 20,8 Prozent. Der Wert der Exporte legte den Angaben zufolge im selben Zeitraum um 6,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro zu.

Laut den Statistikern gingen rund 70 Prozent der Exporte in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die wichtigsten Ausfuhrländer seien in den ersten neun Monaten Polen mit 1,3 Milliarden Euro (+20 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit einer Milliarde Euro (-5,6 Prozent) gewesen. In die Tschechische Republik wurden Waren im Wert von 0,8 Milliarden Euro exportiert und damit 31,6 Prozent mehr. China und die Vereinigten Staaten waren laut dem Statistischen Landesamt mit einem Volumen von je 0,6 Milliarden Euro die wichtigsten Exportländer außerhalb Europas.

Bei den Einfuhren nach Sachsen-Anhalt kamen den Angaben zufolge 51,9 Prozent der Waren aus den Ländern der Europäischen Union. Aus der Russischen Föderation wurden zwischen Januar und September Waren im Wert von 3,7 Milliarden Euro importiert, das entsprach einem Plus von knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hieß es. Die Einfuhren aus den Niederlanden umfassten Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro (+12,5 Prozent) , die aus China 1,1 Milliarden Euro (+28 Prozent). Ebenso kamen aus Polen Waren im Wert von 1,1 Milliarden Euro (+8,3 Prozent).

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