Wiesbaden/Magdeburg (dpa/sa) - Die Wahlbevölkerung in den ostdeutschen Flächenstaaten ist älter als die im Rest der Bundesrepublik. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Berechnung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt - das sogenannte Medianalter der zur Stimmabgabe berechtigten Bevölkerung liegt den Angaben nach bei 56,2 Jahren. Der Median gibt den Wert an, bei dem die Hälfte der Wahlberechtigten älter, die andere Hälfte jünger ist.

Bundesweit ist die Wahlbevölkerung mit einem Medianalter von 53,3 Jahren so alt wie nie. Hinter Sachsen-Anhalt lagen Thüringen (55,8 Jahre) und Mecklenburg-Vorpommern (55,7 Jahre). Für Brandenburg errechnete das BiB ein Medianalter von 55,5 und in Sachsen von 55,3 Jahren. In beiden Bundesländern sind am Sonntag Landtagswahlen. In Thüringen wird am 27. Oktober gewählt.

Regionale Unterschiede ergäben sich vor allem aus Binnenwanderungen, teilten die Forscher mit. "Speziell für die ostdeutschen Flächenländer hat der Wegzug jüngerer Menschen in den 1990er und 2000er Jahren zu einer verstärkten Alterung der verbliebenen Bevölkerung geführt", erklärte ein Forscher des Instituts.

Grundlage für die Berechnung waren die Ende 2018 in Deutschland lebenden Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit ab 18 Jahren.

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