Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Baustellendiebstähle in Sachsen-Anhalt ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 175 auf 1364 Fälle gesunken. Der entstandene Gesamtschaden liege mit rund 45 Millionen Euro aber viel höher als 2017. Damals habe dieser rund 36 Millionen Euro betragen, teilte der Bauindustrieverband Ost am Freitag mit Verweis auf die Polizeiliche Kriminalstatistik mit. Die Aufklärungsquote habe mit 12,5 Prozent weiter abgenommen und liege weit unter der Quote von übrigen Diebstählen im Land (29 Prozent). Mit 53,8 Prozent aller Fälle seien Baustellen im Raum Magdeburg besonders häufig von Dieben heimgesucht worden.

Der Verband verwies darauf, dass die Schadenssumme der in der Polizeistatistik erfassten Fälle von Diebstählen auf Baustellen 2018 mit 3,3 Millionen Euro angegeben wurde. Der tatsächliche Schaden bei den Bauunternehmen sei allerdings höher, da in der Statistik lediglich der Wert des Diebesgutes abgebildet werde. Durch Diebstahl verursachte Sachschäden an Gebäuden und Einrichtungen, Kosten für die Wiederbeschaffung, Ausfallzeiten, Personal-, Rechts- und Beratungskosten blieben dabei ebenso unberücksichtigt wie Schäden durch Einbrüche und Diebstähle in den Gebäuden der Bauunternehmen.

Auch Vandalismus und Sachbeschädigungen hätten 2018 abgenommen, teilte Verbandspräsident Robert Momberg mit. "Entsprechend unserer Befragung war 2018 etwa jedes zehnte Bauunternehmen mit derartigen Vorkommnissen konfrontiert, während es 2017 noch jedes fünfte war." Der Bauindustrieverband Ost vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20 000 Beschäftigten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Mitteilung des Bauindistrieverbands Ost