Halle (dpa) - Nach dem Verbot von Geisterspielen durch den Oberbürgermeister schließt der Fußball-Drittligist Hallescher FC auch einen Umzug aus. "Das ist ausgeschlossen. Das wäre Wettbewerbsverzerrung", sagte Präsident Jens Rauschenbach der "Bild" (Dienstag). Da es von der Stadt keine Hilfe gibt, müsste der Club die erforderlichen Umbauten für Geisterspiele im Stadion selbst finanzieren. Doch da herrscht Skepsis. "Wir können derzeit nicht abschätzen, welche organisatorischen und baulichen Maßnahmen im Detail dafür notwendig sind und ob es überhaupt funktioniert", sagte Rauschenbach.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand hatte am Montag noch einmal betont, dass Geisterspiele im Erdgas Sportpark vorerst ausgeschlossen sind. "Gerade das Abstandsgebot, besonders im Kabinentrakt, kann im Stadion nicht umgesetzt werden. Die hygienischen Voraussetzungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes können nicht eingehalten werden", sagte Wiegand. Weil die Stadt sich in einer Konsolidierungsphase befinde, könne man keine zusätzlichen Baumaßnahmen finanzieren.

Bericht Bild