Magdeburg (dpa/sa) - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will ehrenamtliche Helfer bei bürokratischen Hürden mehr entlasten. Der Verband forderte auf der Bundesversammlung in Magdeburg unter anderem eine stärkere und bundesweite Finanzierung von Ehrenamtskoordinationen, deren Aufgabe es etwa sei, den Ehrenamtlichen Wege durch das Dickicht der Bürokratie zu ebnen, teilte der DRK-Bundesverband am Freitag mit.

So erschwerten Datenschutzbestimmungen, die Beantragung von Führungs- und Gesundheitszeugnissen sowie zeitlich hohe Ausbildungsauflagen etwa in der Ersten-Hilfe-Grundausbildung das ehrenamtliche Engagement. Die Ehrenamtlichen müssten bei den administrativen Aufgaben wie der Abrechnung von Auslagen oder der Organisation von Aus- und Fortbildungen mehr unterstützt werden, hieß es.

Zudem forderte der Verband auf der 69. Bundesversammlung in Magdeburg, dass DRK-Ausbildungen als Bildungsurlaub anerkannt sowie ehrenamtliche Helfer des DRK und anderer Hilfsorganisationen bei ihren Einsätzen hinsichtlich des Lohnersatzes und der Freistellung gleichwertig zu Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk behandelt werden sollen.

Das DRK hat nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 435 000 ehrenamtliche Helfer, rund 177 000 hauptamtliche Mitarbeiter und fast drei Millionen Fördermitglieder. Zudem ist der Verband der größte Anbieter von Plätzen im Freiwilligen Sozialen Jahr.