Erfurt/Magdeburg (dpa) - Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) empfiehlt ihren Mitgliedsgemeinden kurze Gottesdienste ohne Gesang. Eine entsprechende Rundverfügung mit verbindlichen Vorgaben sei erlassen worden, teilte die EKM am Dienstag mit. Danach sollen Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen nicht länger als 30 Minuten dauern. Auf gemeinsames Singen, Musik von Blasinstrumenten sowie das Abendmahl solle verzichtet werden, hieß es.

Zur Kontakt-Nachverfolgung im Fall einer Covid-19-Erkrankung sind der Verfügung zufolge Teilnehmerlisten zu führen. Die Sitzplätze sollen so markiert werden, dass ein Mindestabstand von eineinhalb Metern sichergestellt wird. "Familien und Angehörige eines Haushalts können selbstverständlich zusammensitzen", unterstrich die EKM. Während des Gottesdienstes solle eine Mund- und Nasenbedeckung getragen werden.

Gerade im Frühjahr und Sommer seien Open-Air-Gottesdienste eine gute Alternative, empfahl das Landeskirchenamt. Auch hier seien aber Größenvorgaben zu beachten und Abstands- und Hygieneregeln zu wahren. Wo möglich, sollten Übertragung und Aufzeichnung von Gottesdiensten beibehalten werden.

Das Kirchengebiet der EKM umfasst im Wesentlichen die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die EKM-Rundverfügung im Wortlaut