Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalter sind derzeit bei ihrer Hochzeit im Schnitt wesentlich älter als noch 1990. Während Paare im Jahr der Wiedervereinigung noch durchschnittlich im Alter von 27,1 (Frauen) und 29,8 Jahren (Männer) geheiratet hatten, waren es vergangenes Jahr gut zehn Jahre mehr, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Einer von vielen Gründen sei die demografische Entwicklung. Der Altersunterschied von knapp drei Jahren sei aber stabil geblieben. So lagen die Durchschnittswerte im vergangenen Jahr bei 37,9 (Frauen) und 40,7 Jahren (Männer). Gezählt wurden alle Hochzeiten, egal ob es die erste oder eine weitere war.

Wer bereits mindestens einmal geschieden war, heiratete den Angaben zufolge im Mittel mit 48,7 (Frauen) und 52,1 Jahren (Männer) erneut. Bei Verwitweten war zudem der Altersunterschied am größten: Frauen die nach dem Verlust ihres Partners wieder heirateten waren im Durchschnitt 56,1 Jahre alt, Männer 63,8 Jahre.