Köthen (dpa/sa) - Eine Woche nach dem Tod eines 22-Jährigen nach einem nächtlichen Streit in Köthen bestimmen heute erneut Demos das Stadtbild. Mehrere rechtsgerichtete Gruppierungen, darunter das fremdenfeindliche Dresdner Pegida-Bündnis haben dazu aufgerufen, am Abend (17.30 Uhr) durch die Stadt zu ziehen. Auch die AfD Sachsen-Anhalt rief dazu auf, sich an dem Marsch zu beteiligen. Zuvor haben mehrere Bündnisse gegen Rechts zu einer Protestkundgebung (15.00 Uhr) aufgerufen. Wie viele Teilnehmer erwartet werden und wie sich die Polizei aufstellt, ließen die Behörden vorab offen.

Nach Behördenangaben starb der schwer herzkranke 22-Jährige an einem Infarkt, nachdem er sich schlichtend in einen Streit zwischen mehreren afghanischen Staatsbürgern eingeschaltet hatte und ins Gesicht geschlagen wurde. Zwei 18 und 20 Jahre alte Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Der Fall war bereits Anlass für zwei Demos durch die Stadt. Vor einer Woche kamen 2500 Menschen, darunter laut Verfassungsschutz auch 500 Rechtsextremisten. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung.

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