Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Evangelische Landeskirche Anhalts fühlt sich als Träger von vier freien Grundschulen vom Land Sachsen-Anhalt im Stich gelassen. "Nach wie vor sind die Personalkostensätze nicht geregelt", sagte die für den Bereich Bildung zuständige Oberkirchenrätin Ramona Eva Möbius am Samstag in ihrem Bericht an die Synode der Landeskirche in Dessau-Roßlau. Die Personalkostensätze sind der Zuschuss, den freie Schulen von der öffentlichen Hand bekommen. Gemeinsam mit anderen freien Schulträgern bereitet die Evangelische Landeskirche Anhalts deshalb eine Klage gegen das Land vor, da auch weitere Fragen der Finanzierung noch ungeklärt seien.

Wie die Dezernentin weiter sagte, müssten die anhaltischen Kirchengemeinden verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Vereinen und Verbänden suchen. Dies sei gerade im ländlichen Bereich wichtig. "Durch offene und transparente Kommunikation, durch das Knüpfen von Netzwerken und gute Nachbarschaftsgestaltung kann das Gemeindeleben bereichert und auch die Rolle der Kirche und Diakonie im Gemeinwesen gestärkt werden."