Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt kann nach Ansicht von Arbeitsmarktexperten möglicherweise bereits im kommenden Jahr eine vierstellige Zahl von Langzeitarbeitslosen vom geplanten sozialen Arbeitsmarkt des Bundes profitieren. "Genaue Zahlen haben wir noch nicht, da der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen ist. Wir hoffen aber, dass das Gesetz ab 1. Januar 2019 in Kraft treten kann", sagte der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius. Bundestag und Bundesrat müssen noch entscheiden. Ziel sei es, Menschen, die seit langem Hartz-IV-Leistungen beziehen und nicht dauerhaft in Arbeit vermittelt werden konnten, über längere Zeit in der Wirtschaft zu beschäftigen.

Sie sollen gleichzeitig von Coaches betreut und beim Einstieg in den Job begleitet werden. Sachsen-Anhalt hat rund 86 200 Erwerbslosen. Davon ist jeder Dritte länger als ein Jahr ohne Job. Senius forderte zugleich für den sozialen Arbeitsmarkt, die Förderung nicht wie geplant am Mindestlohn, sondern am betriebsüblichen oder tariflichen Entgelt zu orientieren.

Das Bundesarbeitsministerium zum Beschluss des Bundeskabinetts zum sozialen Arbeitsmarkt