Halberstadt (dpa/sa) - Bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in Halberstadt ist ein 43 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. In dem Gebäude wurden laut einer Polizeisprecherin größere Mengen Chemikalien gefunden, die auf den ersten Blick gefährlich erschienen. Um eine Gefahr für Anwohner auszuschließen, wurde ein Umkreis von 300 Metern evakuiert. Nach Angaben von Polizei und Stadt waren 650 Menschen in dem Wohngebiet betroffen.

Auch die Bundesstraße 81 wurde gesperrt. Am Nachmittag sollten Experten des Landeskriminalamts in das Haus gehen, um die Chemikalien zu bestimmen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Die Explosion hatte sich kurz nach Mitternacht in dem Einfamilienhaus ereignet. Wie die Behörden von dem Ereignis erfuhren, wollte die Polizeisprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Der 43-Jährige sei allein in dem Haus gewesen. Er wurde so schwer verletzt, dass er stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurde.

Er wurde dort intensivmedizinisch betreut, war laut Polizei aber nicht in Lebensgefahr. Er habe kurz befragt werden können. Zum Inhalt sagte die Polizeisprecherin nichts.

Laut einer Stadtsprecherin wurden bei der Explosion Türen und Fenster am Haus beschädigt. Andere Gebäude seien nicht betroffen, es ist auch kein Wahllokal in der näheren Umgebung. Die Stadt Halberstadt richtete ein Bürgertelefon unter der Nummer 03941 552255 ein.

Im Februar vergangenen Jahres war ein 84-Jähriger nach einer Explosion in einem Doppelhaus in Halberstadt gestorben. Eine manipulierte Gasleitung im Keller wurde als Unglücksursache ausgemacht. Ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch entzündete sich. Von der Doppelhaushälfte blieb nur noch eine Ruine.