Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind 25 Haftbefehle gegen Extremisten offen. Davon seien 21 Rechtsextremen zuzuordnen, berichten MDR und "Der Spiegel". Drei der Haftbefehle richten sich demnach gegen Linksextremisten und einer gegen einen Islamisten. Oft gehe es in den Fällen um Betrug, Leistungserschleichung oder Drogenverkauf. Gemessen an der Bevölkerungszahl gebe es die meisten offenen Haftbefehle gegen Extremisten in Berlin und Thüringen. Sachsen-Anhalt befindet sich demnach auf dem sechsten Platz.

Deutschlandweit gebe es rund 6000 offene Haftbefehle. Davon entfielen 4500 auf Islamisten, 657 auf Rechtsextremisten und 141 auf Linksextremisten. Die Zahlen wurden zum Stichtag 28. März erhoben. Die Autoren der Umfrage betonen jedoch, dass die Angaben genau betrachtet werden müssten. So habe etwa ein Bundesland das Extremisten gar nicht verfolgt die beste Haftbefehlsbilanz. Mit Blick auf den Islamismus sei zudem zu beachten, dass in die Statistik rund 4000 internationale Fahndungsaufrufe einflössen.

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