Magdeburg (dpa/sa) - Eltern, die im Januar nicht auf die Notbetreuung in der Kita zurückgreifen, müssen auch keine Beiträge bezahlen. Das Kabinett beschloss am Dienstag, dass das Land in diesen Fällen die Elternbeiträge übernimmt, wie ein Sprecher des Finanzministeriums im Anschluss bestätigte. Zuvor hatte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bereits angekündigt, Familien, die keine Notbetreuung nutzen, von den Januar-Gebühren befreien zu wollen. Das kostet das Land schätzungsweise 7 Millionen Euro. Wer hingegen sein Kind in die Notbetreuung schickt, zahlt wie gewohnt auch Beiträge.

In Sachsen-Anhalt gelten seit Montag nochmals verschärfte Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus endlich deutlich zurückzudrängen. Schulen und Kitas sind deswegen bis mindestens Ende Januar im Notbetrieb. Nur Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, können ihre Kinder bis einschließlich zur sechsten Klasse notbetreuen lassen. Alle anderen Familien müssen Alternativen finden.

Eine ähnliche Situation gab es schon einmal zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Bereits im April und im Mai hatte das Land damals in unterschiedlichem Umfang Kita-Beiträge der Eltern übernommen. Damit sollte erreicht werden, dass die Elternentlastung landesweit möglichst einheitlich erfolgt und nicht jede der für Kinderbetreuung zuständigen Kommunen eigene Regelungen festlegt.