Gräfenhainichen/Leipzig/Saalburg-Ebersdorf (dpa) - Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch viele Veranstalter großer Festivals in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen schon zu spüren bekommen. Zur Eindämmung des Coronavirus sind Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August verboten. Der Ausfall des "Melt!" in Ferropolis nahe Gräfenhainichen, des "Highfield" am Störmthaler See bei Leipzig, oder des Rudolstadt Festivals in Thüringen beschäftigt die Branche.

"Nicht jeder Veranstalter wird es überstehen, ein Jahr lang keine Einnahmen zu haben", sagte Ferropolis-Geschäftsführer Thies Schröder. Er verwies zudem auf Zulieferer, Service- und Reinigungskräfte, die mit an der Branche hingen.

Einige Festivals halten sich noch zurück mit Absagen, wie etwa das "SonneMondSterne" in Thüringen. Wenn es keine behördliche Anordnung gebe, würden sich die Veranstalter gegenüber Kartenkäufern und Künstlern schadenersatzpflichtig machen, erklärte Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BdKV). Daher würden die Veranstalter die Vorbereitungen häufig erst einstellen, wenn sie dazu verpflichtet seien - etwa durch einen Beschluss der Landesregierung.